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BMW M1 Andy Warhol Art Car

BMW M1 Andy Warhol Art Car

Warhol selbst zeigte sich vom BMW M1 begeistert: "Ich liebe das Auto. Es ist
besser gelungen als das Kunstwerk." Anstatt wie seine Vorgänger erst ein
maßstabgetreues Modell zu gestalten und die finale Ausführung Assistenten zuüberlassen, malte die Pop Art Legende den Sportwagen von Anfang bis Ende selbst - und signierte mit seinen Fingern auf der nassen Farbe. "Ich habe versucht, Geschwindigkeit bildlich darzustellen. Wenn ein Auto wirklich schnell fährt, verschwimmen alle Linien und Farben.

"Warhols BMW Art Car ist das wohl bekannteste Kunstwerk der Sammlung. Der M1 leuchtet in bunten, dick aufgetragenen Farben: Rot, grün, blau und gelb - als bunter Ausdruck der künstlerischen Intention, Bewegung bildlich festzuhalten. Das Pop Art-Werk ist das letzte Art Car, das tatsächlich im Rennen bei den legendären 24 Stunden von Le Mans startete und damit die bunte Farbenpracht live in Bewegung versetzte. Der 470 PS starke Wagen mit der Startnummer "76" belegte den hervorragenden sechsten Platz in der Gesamtwertung und den zweiten in seiner Klasse. Die Piloten Hervé Poulain, Marcel Mignot und Manfred Winkelhock fuhren auf dem M1 in dieser Zeit 3.874,837 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 163,386 km/h.

Nun ist das Automobil ein weiteres Mal auf der Piste: "Für uns geht hier ein Traum in Erfüllung. Natürlich sind wir uns der Verantwortung gegenüber den Art Cars als Kunstobjekte sehr bewusst. Aber Warhols M1 gehört eben auch auf die Rennstrecke und diese Ausnahme im Jubiläumsjahr machen wir sehr gerne", freut sich Karl Baumer, Leiter BMW Group Classic. Auch BMW Motorsport Direktor Mario Theissen sieht dem Procar-Rennen entgegen: "Vor 30 Jahren wurde der M1 als erstes eigenständiges Fahrzeug der damaligen BMW Motorsport GmbH vorgestellt. Ein Rennwagen, mit dem BMW Kunden auch auf der Straße fahren können - das war ein einzigartiges Projekt und behördlich nicht ganz einfach umzusetzen. Dass die BMW M1 Procar-Serie derart einschlagen würde, hat wohl keiner erwartet. Allein die Erwähnung löst heute noch Begeisterung aus. Das Comeback ist ein Dankeschön an die Fans."

Mit Warhols Auto und Frank Stella in Aktion ist die Veranstaltung gleichzeitig
auch ein Dankeschön an alle Kunstfreunde. Und ein Highlight für die BMW Art
Car Collection: Die 1975 gegründete Unternehmenssammlung umfasst
mittlerweile 16 Arbeiten namhafter Künstler, darunter etwa David Hockney, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg und zuletzt Olafur Eliasson. Sie alle
formulierten in Form einer "rolling sculpture" eine einzigartige künstlerische
Aussage zur heutigen Erscheinung und Bedeutung des Automobils.

Die ersten Künstler machten darüber hinaus den Renneinsatz zum festen Bestandteil ihres kreativen Prozesses. Den Startschuss hierfür gab der französische Rennfahrer Hervé Poulain, gleichfalls Sammler, guter Bekannter und Auktionator von Künstlern wie Andy Warhol, Roy Liechtenstein und Robert Rauschenberg: In den frühen 1970er Jahren beauftragte Poulain als Erster einen Künstler, Alexander Calder, mit der Gestaltung seines Rennwagens. Diese Initialzündung führte zur Entwicklung des langjährigen BMW Art Car Programms. Neben der ständigen Präsentation im Münchener BMW Museum wurden Automobile aus dieser Kollektion bereits in zahlreichen Museen und Galerien weltweit ausgestellt, darunter im Pariser Louvre, im Palazzo Grassi in Venedig und in den Guggenheim-Museen New York und Bilbao.
 
 
 
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